Aloha! Am 12. Januar 2021 waren 12 Tavolata-Mitglieder mit dabei, als Noëlle Delaquis von Aloha Spirit GmbH eine Einführung in den Hula-Tanz gab. Der hawaiische Tanz hat eine heilende Wirkung auf Körper und Geist. 

Der Hula-Tanz spiegelt laut Noëlle Delaquis die Geschichte der Insel-Gruppe im Pazifik wider und ist die Basis des hawaiischen Lebens. Der traditionelle Tanz «Kahiko» wird nur an speziellen Zeremonien aufgeführt, während die moderne Form «Oahana» an gesellschaftlichen Anlässen wie Hochzeiten oder Festen getanzt wird. Begleitet wird der Tanz durch die Ipu (Schlaginstrument), die Ukulele und Gesang. Hula ist ein Teil der hawaiischen «Healing Arts» und hat eine heilende Wirkung.

Pareo statt Bast-Röckchen

Wer beim Hula an Bast-Röckchen und Kokosnuss-Bikini denke, liege laut Delaquis falsch. Ein Pareo oder Rock sei die passende Kleidung. Auch mit einem anderen Klischee räumt sie auf: Die Tanzgruppen, die früher die Touristinnen und Touristen willkommen hiessen, hätten Tänze aus Tahiti und nicht Hawaii aufgeführt. «Zum Glück ist dieses Touristenspektakel vorbei“, meint Delaquis.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Für die Anfangsposition sind die Füsse hüftbreit auseinander, die Hände in den Hüften, die Beine leicht angewinkelt, die Position aufrecht, die Schultern fallen locker nach hinten. Im Vierertakt bewegt man sich nach links und rechts, die Hüfte wippt sanft im Takt mit. Sobald der Schritt klappt, können die Arme mitbewegt werden. So sieht Hula aus:

Ab Kindsbeinen

Noëlle Delaquis erzählt, dass Familien in Hawaii ihre Kinder bereits mit 2 Jahren in Hula und Musik unterrichten. Auch an den hawaiischen Schulen werden die «Healing Arts» unterrichtet. Der grösste Anlass im Jahr ist das Merrie Monarch Festival, das 2019 zum 57. Mal stattfand.

Mahalo!

Wir bitten Sie, diese fünf einfachen Regeln (basierend auf den Empfehlungen des BAG) zu beachten, wenn Sie sich entschliessen, Tavolata-Treffen durchzuführen*:

  • Führen Sie die Tavolata wenn immer möglich im Freien durch. Seit dem 28. Oktober 2020 ist die maximale Teilnehmerzahl bei privaten Treffen auf 10 Personen beschränkt. Die Empfehlung ist, dass maximal 2 Haushalte zusammenkommen.
  • Halten Sie den Abstand von 1.5 Meter ein. Verwenden Sie Gesichtsmasken.
  • Waschen Sie sich regelmässig und gründlich die Hände mit Wasser und Seife oder benutzen Sie Desinfektionsmittel.
  • Vermeiden Sie gemeinsam benutzte Gegenstände – sowohl beim Kochen, als auch beim Essen. Vermeiden Sie Buffets.
  • Stellen Sie sicher, dass eine Nachverfolgung (Contact Tracing) der Personen, die an der Tavolata dabei waren, möglich ist.

Entscheiden Sie gemeinsam mit allen Beteiligten, ob und wie Sie physische Treffen durchführen. Die Verantwortung liegt bei allen Teilnehmenden, d.h. der Gastgeberin oder des Gastgebers wie auch der Gäste eines Treffens.

Schaffen Sie Möglichkeiten, digital miteinander in Kontakt zu bleiben (siehe auch Ideen von RegTaV, Teilnahme an Amuse bouche).

*Beachten Sie bitte auch die kantonalen Regelungen.

In einer offenen Runde haben wir uns über uns über Menüs und Rezepte für die Weihnachtszeit ausgetauscht. Und darüber, wie wir dieses Jahr feiern. Dabei kamen überraschende Rezepte wie eine Kartoffelsauce, Pastetli in Sternform oder das Lieblingsdessert von Daniela Specht (Schoggimousse, eine Spezialität ihres Mannes) zur Sprache.

Ganz intensiv wurde aber die Frage diskutiert, ob und wie wir dieses Jahr Weihnachten feiern können und dürfen. Die Teilnehmenden fühlten sich inspiriert von den technischen Möglichkeiten, mit ihrer Familie «digital» zu feiern.

Als Inspiration hat die Redaktion einige winterliche Lieblingsrezepte gesammelt:

Basler Brunsli

Basler Brunsli (Foto: Anina Torrado)

Ein Rezept der grossen Schweizer Köchin und Kochbuchautorin Marianne Kaltenbach aus dem Jahr 1987.

  • 450 g ungeschälte gemahlene Mandeln
  • 450 g Puderzucker
  • 75 g dunkles Schokoladenpulver ungesüsst oder dunkle Couverture im Wasserbad aufgelöst
  • 3 Eiweiss
  • 2 Esslöffel Kirsch
  • 1 Teelöffel Zimt
  • 1 Prise Nelkenpulver
  • 100 g Griesszucker zum Auswallen

Alle Zutaten mit dem ganz leicht verrührten Eiweiss mischen. Sollte der Teig zu nass sein, noch etwas Mandeln dazugeben. Eine Stunde kühl ruhenlassen.

Griesszucker auf den Tisch streuen und den Teig darauf ca. 1 cm dick auswallen. Oberfläche ebenfalls mit etwas Zucker bestreuen und die Formen ausstechen.

Auf ein Blech mit Backpapier mit einem Abstand von 2 cm voneinander auslegen. Eine Stunde oder über Nacht bei Küchentemperatur trocknen lassen (nicht in den Kühlschrank stellen).

Auf der obersten Rille im auf 180 Grad vorgeheizten Ofen ca. 5 Minuten backen. Die Brunsli dürfen an der Oberfläche leicht verkrustet sein, aber keine Farbe annehmen. Innen sollen sie noch weich sein. Weniger ist mehr!

Nach dem Backen auf dem Blech 2 bis 3 Minuten ruhen lassen, dann mit einem Spachtel auf ein Gitter legen. Die knapp ausgekühlten Brunsli sofort in Blechdosen oder Plastikbeutel füllen. Die Brunsli kann man auch gut tiefkühlen.

Orangen-Plätzli – für die Eigelb-Verwertung

  • 120 g Butter schaumig rühren
  • 2 Eigelb
  • 80 g Zucker
  • 1 Bio-Orange, Schale
  • 1 Esslöffel Orangensaft darunter rühren
  • 250 g Mehl
  • 1 Messerspitze Backpulver
  • 1 Prise Salz

Alles zu einem geschmeidigen Teig kneten, 5 mm dick auswallen, Formen ausstechen, auf Blech mit Backpapier legen.

Bei guter Mittelhitze (200 Grad) 12 Minuten hellgelb backen.

Für die Glasur 150 g Puderzucker mit 1 bis 2 Löffel frisch gepresstem Orangensaft glattrühren und auf die noch heissen Guetzli streichen.

Lasagne al Forno von Elisabeth Rahm

Lasagne al Forno (Foto: Elisabeth Rahm)
  • 2 Esslöffel Olivenöl
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Zwiebel
  • Frische oder getrocknete italienische Kräuter
  • 300 g Hackfleisch (Rind)
  • 300 g Tessiner Salsiccia
  • 2 dl Rotwein
  • 1 Dose Pelati
  • 2 dl Fleischbouillon
  • 2 Esslöffel Tomatenpürée
  • Salz und Pfeffer
  • 3 Esslöffel Butter
  • 3 Esslöffel Mehl
  • 6 dl Milch
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Rolle frischer Pasta-Teig
  • Vier verschiedene Käse, z.B. Ricotta, Parmesan, Gruyère und Bergkäse

Hackfleisch:

Die Salsiccia aus der Haut drücken und mit dem Hackfleisch vermischen.

Die gehackte Zwiebel und den geschnittenen Knoblauch in der Bratpfanne ins heisse Öl geben und zusammen mit dem Fleisch anbraten, dann die restlichen Zutaten für das Hackfleisch dazugeben und auf kleinem Feuer köcheln lassen.

Béchamelsauce:

Butter in einer Pfanne warm werden lassen. Mehl beigeben, unter Rühren mit dem Schwingbesen andünsten, aber nicht Farbe annehmen lassen. Unter Rühren mit der Milch ablöschen, würzen und sämig köcheln lassen.

Den Pasta-Teig in Stücke schneiden. In die vorbereitete Form etwas Béchamelsauce geben, dann lagenweise mit Lasagne-Blättern, Fleischsauce und Käse einschichten. Die oberste Schicht mit Béchamelsauce und Käse abschliessen.

35 Minuten bei 200 Grad überbacken.

Lasagne eignet sich sehr als Menü für Gäste, da sie im Voraus ofenfertig zubereitet werden kann. Aus dem Kühlschrank verlängert sich die Gratinierzeit um ca. 10 Minuten. Viel Spass, ja kein Stress und en Guetä!

Simon Crescente, passionierter Koch und Familienvater aus Winterthur, hat am Amuse bouche vom 18. November 2020 gezeigt, wie er mit Randen aus seinem Garten ein einfaches, aber raffiniertes Drei-Gang-Menü zaubert. Als Vorspeise bereitet er aus weissen und gelben Randen einen Apfel-Ingwer-Randen-Salat zu, dann macht er asiatische Frühlingsrollen mit Randen und Wasabi und zum Schluss einen Randen-Gerstotto. Film ab für die raffinierten, gesunden Rezepte!

Bitte nicht verzagen, es gibt viele Möglichkeiten, sich auch virtuell zu treffen. Vier Regionale Tavolata-Vertreterinnen geben Tipps (Auszug aus der Tavolata-Zeitung Nr. 1):

 

  1. Warum nicht eine Telefonkette starten und sich eine Geschichte erzählen, zum Beispiel zum Thema «Mein Geburtstagsmenü als Kind»? Wetten, dass neue Rezept-Ideen für die Zeit nach Covid-19 zusammenkommen!
  2. Halten Sie den Kontakt über eine Whatsapp-Gruppe. Einfach die App auf Ihr Smartphone herunterladen und eine Gruppe gründen.
  3. Wer sich lieber sehen möchte, registriert sich für eine kostenlose Videotelefonie-Lösung (z.B. Zoom.com oder Skype.com) und lädt seine Tavolata zum virtuellen Kaffeekränzchen ein.
  4. Machen Sie an unseren «Amuse bouche»-Veranstaltungen übers Internet mit. Hier kochen wir gemeinsam, geben eine Einführung in Yoga und Hula-Tanzen oder tauschen uns über Rezepte aus.
  5. Eine Gratis-Postkarte pro Tag verschicken: Dafür müssen Sie dank dem «PostCard Creator» der Post nicht mal aus dem Haus. Die PostCard Creator-App aufs Smartphone laden, ein Konto einrichten und loslegen.
  6. Wer seine Lieblingsrezepte auf den Tavolata-Marktplatz lädt, inspiriert andere zum Ausprobieren von neuen Menüs.
  7. Vermissen Sie Museen und Ausstellungen? Besuchen Sie das virtuelle Tavolata-Museum vom Sofa aus. Eine Anleitung finden Sie auf www.museumzuhause.ch/tavolata-geschichten

Hier finden Sie eine Anleitung, wie Sie Zoom auf Ihren Computer oder Ihr Smartphone herunterladen und installieren.

Die Vertreterinnen der Tavolata AAA+ und der Tavolata Steinhausen haben sich an der Tavolata-Jahrestagung 2019 kennengelernt. Kurzerhand beschlossen sie, sich gegenseitig zu einer gemeinsamen Tavolata einzuladen. Ein kulinarischer Bericht von Idi Bitter, Vertreterin der Tavolata AAA+.

Zu dritt reisten wir letztes Jahr zur Tavolata-Jahrestagung nach Olten. Es gab Znünikaffee, Vorträge, Workshops mit Mittagessen im Saal. Wir fanden freie Plätze und kamen mit einer Dame aus Steinhausen ins Gespräch. Alleine vertrat sie ihre Gruppe. Es freute mich, jemanden aus unserer Nähe zu treffen. Spontan hatte ich die Idee, ob wir nicht einmal zu ihrer Gruppe zu Besuch kommen könnten. Sogar fand ich den Mut, die Dame zu fragen. Die gute, nette Frau sagte, sie wolle dies mit ihren Leuten besprechen.

Irgendwie sind wir so verblieben, dass wir voneinander hören werden… Ich hatte dann den Gedanken, ob ich sie vielleicht ein bisschen überfahren habe? Dennoch, so ein Austausch wäre spannend!

Bald erhielt ich von ihr den Termin, wann sie uns erwarteten. Anders als bei uns kochen sie gemeinsam in einer Schulküche. Dies konnte ich mir nicht so recht vorstellen, und ich freute mich sehr auf diesen Mittwoch Ende August 2019.

Zu viert fuhren wir hin und wurden in der grossen Küche willkommen geheissen. Da gings schon emsig zu und her! Eine war am Spätzlisieb, die andere rührte in der grossen Pfanne das Gulasch. Für uns haben sie ein besonderes Menü gewählt. Eine Frau hat den Tisch zum Thema «Strand» geschmückt. Wunderbar passend zur Sommerhitze!

Bald war dann fertig gekocht und wir sassen am langen Tisch, assen und tranken fein und kamen in gute Gespräche. Weil sie die Küche um 16 Uhr wieder sauber abgeben mussten, halfen wir beim Abwasch und Polieren der Flächen. Natürlich genossen wir auch Kaffee und erfrischenden Minze-Melonenfruchtsalat.

Wir hatten es lustig zusammen und durften sogar Hagebuttenspätzli heimnehmen! Als «Retourkutsche» überlegte ich, bei mir zu Hause ein Fondue in der kühlen Jahreszeit zu machen. Da kam eines unserer Mitglieder mit der Idee eines Grillplausches. Ihr Mann ist im Armbrustschützenverein, und er betreut das Vereinshaus, das wunderbar am Waldrand steht.

Dorthin luden wir die fünf Frauen der Steinhauser Tavolata für den 24. Juni 2020 ein – noch lange bevor Corona die Welt bestimmte. Nachdem ab März die Treffen abgesagt werden mussten, hofften wir sehr, dass wir den Grillplausch durchführen können. Ende Mai trafen wir uns bei mir, um diesen Event zu planen: Wer macht welchen Salat, wer welchen Kuchen und wer postet die Zutaten?

Endlich war der Tag da, mit wunderbarem Sommerwetter. Als wir die Einkäufe vorbeibrachten, hatte unser Schützenmann schon die Pölsterli auf die Holzbank gelegt. «Seid herzlich willkommen» stand auf dem Plakat. Pünktlich zum Apéro trafen unsere Gäste ein. Ein Mitglied hatte den Grill schon vorher aufgeheizt, denn er wollte niemanden einräuchern.

Am lauschigen Schattenplatz genossen wir gemeinsam Steak, Wurst, Brötli und gluschtige Salate. Später Kaffee, Torte, Kuchen und Erdbeeren. Es war ein gemütlicher Austausch. Herzlichen Dank für die Mithilfe unseren Frauen und zwei Männern! Dies war hoffentlich der Wiederbeginn unserer guten Treffen nach dem Stillstand.

Am 1. Oktober 2020 zeigte die Yoga-Lehrerin Simone Kalmus, wie man mit einfachen Übungen seine Beweglichkeit, Kraft und Achtsamkeit stärkt und so gesünder und schmerzfreier lebt. Viele Tavolata-Mitglieder nutzten die Gelegenheit, Yoga auszuprobieren. Sie können die Stunde hier anschauen und beliebig wiederholen!

Es braucht nicht viele Zutaten, um eine gesunde, schmackhafte und exotische Mahlzeit zuzubereiten. Der Taco ist ein Alltagsgericht in Mexiko. Er besteht aus einer Tortilla (wahlweise handgemacht oder in einer «Tortilleria» gekauft) und einem Belag nach Wahl. Es gibt ihn in unzähligen Variationen. Hier stellen wir drei Rezepte vor: alle sind vegan, glutenfrei, in einer halben Stunde fertig und extrem lecker!

Taco à la mexicana (alle Rezepte für 2 Personen)

  • 1 Zwiebel in Streifen schneiden
  • 2 Knoblauchzehen fein schneiden
  • 1 gelbe und 1 rote Peperoni in Streifen schneiden
  • 1 Esslöffel Pflanzenöl erhitzen, das Gemüse anbraten und mit Salz abschmecken
  • In einer separaten, sehr heissen Bratpfanne (ohne Öl) die Tortillas erwärmen, bis die Ränder leicht bräunen (ca. 1-2 Minuten). Drehen und nochmals 1-2 Minuten erwärmen.
  • Sofort mit dem Gemüse belegen und nach Belieben mit Koriander dekorieren.

Tipp: Wer es mit Fleisch oder Fisch mag, brät «Fajitas» (Pouletstreifen oder Rindfleischstreifen) oder kleine Fischfilets mit. Gut schmecken auch geriebener Mozzarella, zerbröckelter Kuhmilch-Feta oder indischer Paneer und eine scharfe mexikanische Sauce dazu. 

Taco mit Guacamole

  • Eine halbe Zwiebel fein schneiden
  • 2 Avocados schälen, Kern entfernen und grob zerdrücken
  • 2 Tomaten klein schneiden
  • 1 Limette (alternativ eine Zitrone) ausdrücken
  • 1 Chilischote (optional)
  • Einige Zweige Koriander hacken
  • Alles miteinander mischen, mit Salz abschmecken, den Avocado-Kern in die Mitte drücken (Trick: dann wird die Avocado nicht braun) und 10 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Tipp: Guacamole schmeckt frisch am besten und lässt sich kaum aufbewahren. 

Taco mit Pico de Gallo

  • Eine halbe Zwiebel fein schneiden
  • 1 Tomate fein schneiden
  • Salz
  • 1 Limette
  • 1 Chilischote (optional)
  • Alles mischen und Tacos damit belegen

Wie mache ich Tortillas von Hand?

Wer die fertigen Tortillas aus dem Supermarkt nicht besonders mag, kann selber Tortillas herstellen:

  • Für 2 Personen 1 Tasse Maismehl nixtamalisiert (erhältlich z.B. bei El Maiz in Zürich, La Guadalupana in Zürich, El Sabor in St.Gallen oder El Sombrero in Luzern) mit einer halben Tasse lauwarmem Wasser und einer Prise Salz zu einem weichen Teig kneten. Der Teig soll nicht kleben, aber auch nicht bröckeln.
  • Den Teig für 20 Minuten zugedeckt ruhen lassen.
  • 8 Pingpong-grosse Bällchen formen. Sie sollen keine Risse mehr in der Oberfläche haben.
  • Die Bällchen zwischen zwei feste Plastikfolien oder Backpapier legen, mit dem Boden einer Pfanne flach drücken oder mit dem Wallholz zu einer ca. 2-3mm dicken Tortilla formen. Noch besser funktioniert eine Taco-Presse (siehe Tipp).
  • Die Tortillas in einer sehr heissen Bratpfanne ohne Öl für 1 bis 2 Minuten auf jeder Seite backen. Sie sollen noch weich, aber an den Rändern leicht gebräunt sein.

Tipp: Die Mexikanerinnen und Mexikaner nutzen eine Tortilla-Presse aus Gusseisen, um Tacos zu pressen. Für alle, die häufig Tacos machen, lohnt sich die Investition. Wir haben hier eine gefunden. So presst man die Tacos richtig.

Zum Schluss: Wie esse ich einen Taco?

Taco ist Finderfood! Den Taco klappt man zusammen und hält ihn mit den Enden nach oben waagrecht in der Hand – als würde man einen Teller balancieren. Um abzubeissen, die Enden oben zusammenhalten, den Taco auf Mundhöhe heben, den Kopf schief legen (damit die Füllung nicht rausfällt) und zubeissen! 😉

Foto: Radio Turquesa

Wollen Sie gemeinsam mit anderen übers Internet kochen?

Wir freuen uns, wenn unsere Tavolata-Mitglieder oder Tischgemeinschaften ihr Lieblingsrezept über Zoom vorzeigen, Rezepte austauschen oder sich in unsere «Amuse bouche»-Veranstaltungen einwählen. Schreiben Sie uns, wenn Sie eine Idee haben und schauen Sie sich das «Amuse bouche»-Programm an!

Daniela Specht ist nicht nur Leiterin der Tavolata-Geschäftsstelle, sondern auch Ernährungsberaterin. Am ersten «Amuse bouche»-Anlass, der am 11. August online angeboten wurde, erklärt sie, wie die ideale Mahlzeit aussieht und warum ein Dessert pro Tag der Gesundheit nicht schadet.

 

Daniela Specht ist Ernährungsberaterin (Foto: Florian Brunner)

Daniela, wenn du für den Rest deines Lebens eine Landesküche wählen müsstest, von der du dich ernähren würdest. Welche wäre das?
Daniela Specht: Italienisch oder Japanisch! Und wenn ich zwischen diesen beiden noch entscheiden müsste, dann wäre es eindeutig die italienische Küche mit viel frischem Gemüse, Kräutern, Pasta, Fisch und Fleisch.

Was ist dein wichtigster Grundsatz bezüglich gesunder Ernährung?
Das, was auf dem Teller ist, soll möglichst farbig und abwechslungsreich sein.

Wir lesen von Intervallfasten und anderen Diäten, die gerade angesagt sind. Was hältst du davon?
Der Körper zieht am Ende des Tages Bilanz: Wenn mehr Energie zugeführt als verbraucht wurde, steigt das Gewicht – und umkehrt. Ob man nun das Essen auf vier oder 16 Stunden verteilt, ist nicht entscheidend. Beim Intervallfasten essen die Erfolgreichen weniger, weil sie weniger Zeit zur Verfügung haben oder weil sie sich auch bewusster überlegen, was sie essen. Die weniger Erfolgreichen essen in der kurzen Zeit mehr, mit dem Gedanken, dass sie ja nachher nichts mehr bekommen. Eines ist aber gut an diesem Ernährungsstil: Längere Nüchternphasen sind für den Körper sinnvoll. Generell empfehle ich, nicht eine Diät zu machen, sondern langfristig bewusster, genussvoller und abwechslungsreicher zu essen.

Ist eine vegetarische oder vegane Ernährung gesünder als eine ausgewogene Ernährung mit Fleisch und Fisch?
Vegetarisch ist dann gesund, wenn das fehlende Eiweiss mit Eiern, Milchprodukten oder Hülsenfrüchten ersetzt wird. Die vegane Ernährung befürworte ich nicht – ausser man ist Ernährungsprofi und kompensiert die wegfallenden Eiweisse und Vitamine sehr bewusst. Gerade von Eiern halte ich sehr viel: Sie liefern wertvolles Eiweiss, Vitamin D etc. Unser Fleischkonsum in der Schweiz ist eindeutig zu hoch, darum empfehle ich zwei bis drei fleischlose Tage pro Woche.

Fünf Portionen Früchte und Gemüse am Tag: Gilt diese Regel immer noch?
Ja, dieser Grundsatz gilt nach wie vor. Gemüse und Früchte liefern wertvolle Vitamine und Mineralstoffe und sind mit ihren Nahrungsfasern verantwortlich für eine gute Verdauung und eine lange Sättigung. Eine der Portionen pro Tag kann ein Fruchtsaft sein.

Wo hört der Genuss auf und wo fängt ein übertriebenes Gesundheitsbewusstsein an?
Wenn sich ständig alles ums Essen dreht, der Genuss auf der Strecke bleibt oder die Personen nach dem Essen exzessiv Sport treiben, dann ist es nicht mehr gesund.

Ich lese immer wieder von Superfoods wie Chia, Maca oder ähnlichem. Ist das nötig?
Das sehe ich eher als einen Hype an, um neue Produkte zu verkaufen. Weder Kokosfett noch Chia oder Goji-Beeren sind für eine ausgewogene Ernährung nötig. Regionale Produkte wie Rapsöl, Leinsamen, Baumnüsse und Beeren (z.B. Heidelbeeren, Johannisbeeren) sind genauso gesund und wertvoll.

Verändern sich die Ernährungsbedürfnisse des Körpers mit dem Alter?
Ja, die Körperzusammensetzung verändert sich und der Energiebedarf nimmt ab. Im Alter braucht man auch andere Nährstoffe, hat ein verändertes Geruchs- und Geschmacksempfinden und hat oft weniger Durst. Es besteht die Gefahr einer Fehl- und Mangelernährung.

Was sollen ältere Menschen jeden Tag essen?
Zu jeder Mahlzeit 20 bis 30 Gramm Eiweiss, drei bis vier Portionen Milchprodukte pro Tag (Calcium), Vitamin D und ein bis zwei Liter Flüssigkeit.

Wie können sich ältere Menschen gesünder ernähren?
Es ist wichtig, ausreichend und regelmässig zu trinken, abwechslungsreich zu essen, das Essen in Gesellschaft zu pflegen und mindestens 30 Minuten pro Tag draussen körperlich aktiv zu sein.

Ein Stück Kuchen oder Schoggi zum nachmittäglichen Kaffee: Ist das ok?
Ja, ein Dessert pro Tag gehört zu einer gesunden Ernährung dazu und soll ohne schlechtes Gewissen genossen werden.

Wieviel Alkohol liegt im Pensionsalter noch drin?
Im Alter reagiert der Körper sensibler auf Alkohol. Vorsichtig muss man auch bezüglich einer Interaktion mit Medikamenten sein. 1 dl Wein oder eine Stange Bier pro Tag liegen drin.

Essen die Menschen in Zeiten von Corona eher ungesünder oder eher bewusster?
Es gibt eine spannende Studie von Gesundheitsförderung Schweiz: Ein Viertel der Menschen assen im Lockdown mehr, ein Siebtel assen weniger. Der Konsum der Suchtmittel hat um 25 Prozent abgenommen. Die Zeit zu Hause hat sicher viele Menschen dazu bewogen, ihr Leben gesünder und aktiver zu gestalten.

Welche Nahrungsmittel sollte ich vermeiden, wenn ich meinem Körper etwas Gutes tun will?
Eine Verbotsliste gibt es zum Glück nicht!

Wie motiviere ich mich zum Kochen und langsamen, bewussten Essen, wenn ich alleine lebe?
Es ist wichtig, sich etwas Gutes zu tun: Jede Mahlzeit sollte ein kleines Fest sein! Das Essen mit Gewürzen und Kräutern abzuschmecken wirkt appetitanregend, ein Blumenstrauss auf dem Tisch und Kerzen schaffen eine entspannte Atmosphäre. Ich empfehle auch, einmal zu kochen und zwei Mal zu geniessen: das Essen einfach in kleine Portionen verpacken und im Gefrierer aufbewahren.

Wie kann ich mein Immunsystem bewusst stärken?
Sich ausgewogen ernähren, insbesondere viel Vitamin C durch Früchte und Gemüse zu sich nehmen und viel trinken. Damit es nicht so langweilig ist, kann man dem Wasser eine Zitrone, eine Gurke oder Ingwerscheiben beifügen.

Angenommen, ich fühle mich kränklich. Wie komme ich so schnell wie möglich wieder auf die Beine?
Es ist wichtig, möglichst schnell zu versuchen, wieder ausgewogen zu essen. Auch wenn der Appetit fehlt. Kleine Mahlzeiten stärken den Körper.

Ernährung ist das eine, Bewegung das andere. Wieviel muss man sich denn bewegen, um gesund zu bleiben und sein Gewicht zu halten?
Sich 30 Minuten täglich zu bewegen hält in Form, stärkt den Kreislauf und hilft, Knochen und Muskelmasse zu erhalten. Das kann vom Treppensteigen über den Einkauf zu Fuss bis zum Joggen sein. Ich empfehle auch Yoga, denn das tut Körper und Geist gut.

Als letztes eine persönliche Frage: Was ist dein Lieblingsessen? 
Ich liebe Sushi über alles! Wir machen als Familie oft eine grosse Sushi-Platte.

Über die «Amuse bouche»-Serie

Das Interview mit Daniela Specht (geführt von Anina Torrado Lara) war der Auftakt zu einer Serie von virtuellen «Amuse bouche»-Veranstaltungen. Mehr Informationen und praktische Tipps zur Ernährung finden Sie in der Broschüre «Gesund essen – fit bleiben» des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV.

Suzanne, Franziska, Brigitte, Inge, Bea und Ursula treffen sich jeden zweiten Monat zur Tavolata «Chez moi». Die Freundinnen engagieren sich auch sozial: Sie bringen sieben jungen Männern aus Afghanistan Deutsch bei, helfen beim Papierkram und kürzen ihnen auch mal eine Hose. Als Dank werden sie von der Männer-WG bekocht.

Ein Sonntagabend im Februar. Sieben junge Männer aus Afghanistan rüsten Salat, kochen Reis und füllen Teigtaschen in der Küche ihrer Wohngemeinschaft in Bern. Die Stimmung ist ausgelassen, Teller und Töpfe klappern, es riecht verführerisch nach exotischen Gewürzen. Mittendrin sitzen Suzanne Schrade und Zita Stahel. Die beiden Seniorinnen aus Bern freuen sich auf die willkommene kulinarische Abwechslung. «Ich weiss nicht genau, wie dieses Gericht aus Afghanistan heisst, aber es ist eine sehr spezielle Kombination aus Teigtaschen, Reis und Salat», erzählt die 82-jährige Suzanne Schrade.

Zwei Frauen treffen auf sieben Männer

Einmal pro Monat kommen die beiden Damen in den Genuss eines Nachtessens in der Männer-WG. «Die jungen Männer kochen sehr gut. Sie sind seit vier Jahren in der Schweiz und haben in den Asylzentren immer selbst gekocht», erzählt Suzanne Schrade. Die sieben WG-Kollegen, die hier im ehemaligen Feuerwehrgebäude wohnen, sind zwischen 20 und 25 Jahre alt. Suzanne Schrade und Zita Stahel haben ihnen vor gut einem Jahr bei der Suche und beim Einrichten der Wohnung geholfen. Die aus Afghanistan Geflüchteten waren froh über die Hilfe und haben ihre Betreuerinnen im Dezember letzten Jahres zur Einweihungsparty der WG eingeladen. Die Stimmung sei laut Suzanne Schrade so fröhlich und gelöst gewesen, dass die Gruppe kurzerhand beschlossen habe, die schweizerisch-afghanische Tavolata monatlich zu wiederholen.

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