Zutaten

  • 100 g Kichererbsenmehl
  • 20 g gepuffter Amaranth
  • 30 g Chia-Samen
  • ½ Teelöffel Salz
  • 25 ml Olivenöl
  • 100 ml heisses Wasser
  • Nach Belieben fein geriebene Kräuter

Zubereitung

  1. Alle Zutaten zu einem sehr weichen Teig zusammenfügen und 10 Minuten ruhen lassen.
  2. Die Masse auf einem Backpapier ca. 2 mm dick ausstreichen.
  3. Bruchlinien in den Teig ritzen.
  4. Bei 160 Grad Umluft ca. 50 bis 60 Minuten backen.
  5. Auf dem Kuchengitter auskühlen lassen.
  6. Die Cracker zerbrechen und gut verschlossen aufbewahren. So bleiben sie lange knusprig.
  7. Tipp: Cracker mit Hüttenkäse und Essiggurke belegen – für eine Extra-Portion Eiweiss und Geschmack.

Hummus-Dipp

Eine Dose Kichererbsen (abgetropft) oder eine Handvoll gekochter Kichererbsen mit einer Knoblauchzehe und einigen Esslöffeln hochwertigem Olivenöl mixen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit Pita-Brot oder Gemüsestängeln dippen.

Eiweisse – auch Proteine genannt – gehören neben Kohlenhydraten und Fetten zu den drei Hauptnährstoffen, die der Körper braucht. Die Empfehlung für alle über 65-Jährigen ist, vier Portionen Eiweiss pro Tag zu essen.

Text: Daniela Specht
Bild: sge-ssn.ch

Warum ist Eiweiss so wichtig?

Mit zunehmendem Alter verändert sich der Körper – und damit auch der Bedarf an Nährstoffen. Besonders wichtig ist dabei Eiweiss (Protein). Es ist der Baustoff für Muskeln, Knochen, Haut und unser Immunsystem. Ab etwa 65 Jahren braucht der Körper mehr Eiweiss als in jüngeren Jahren, weil er Proteine schlechter verwerten kann und gleichzeitig die Muskelmasse abnimmt. Eine ausreichende Eiweisszufuhr hilft, Kraft und Beweglichkeit zu erhalten und damit die Selbstständigkeit im Alltag länger zu bewahren.

Wo hat es überall Eiweiss drin?

Gute Eiweissquellen sind sowohl tierische Lebensmittel wie Milchprodukte, Eier, Fisch und Fleisch als auch pflanzliche Proteine aus Hülsenfrüchten, Tofu, Nüssen oder Vollkornprodukten. Ich empfehle, viel Farbe und Abwechslung auf den Teller zu bringen (siehe rote Fläche der Ernährungspyramide).

Wie komme ich zu meinem Tagesbedarf?

Empfohlen sind für Menschen ab 65 Jahren etwa 1,0 bis 1,2 Gramm Eiweiss pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag – das sind beispielsweise bei 70 kg Körpergewicht rund 70 bis 84 g Eiweiss täglich. Beispielsweise kann man mit einem Stück Käse und Brot oder einem Müesli mit Quark in den Tag starten und dazu einen Cappuccino trinken. Zum Zmittag gibt es ein Forellenfilet mit Reis und Gemüse, zum Zvieri ein Schinkenbrötli und zum Znacht ein Rührei.

Kommt es darauf an, ob ich die Eiweisse morgens oder abends esse?

Ab 65 kann der Körper Eiweiss weniger effizient verwerten. Deshalb ist es sinnvoll, die Eiweisszufuhr über den Tag zu verteilen, statt alles auf eine Mahlzeit zu konzentrieren. In Kombination mit Bewegung hilft das, Muskelkraft und Selbstständigkeit möglichst lange zu erhalten.

Von Uschy Hug

Zutaten
• 200 g Couscous
• 450 ml kochend heisses Wasser
• ½ TL Salz
• 4 Frühlingszwiebeln
• 2 bis 3 Tomaten oder Cherrytomaten
• 1 rote Peperoni
• ½ Gurke
• Ein Bund Pfefferminz-Blätter
• Ein Bund Peterli
• 6 EL Olivenöl
• 2 EL Zitronensaft
• 1 EL Tomatenpüree
• 2 TL Honig
• ½ TL Paprikapulver, edelsüss
• ½ TL Kreuzkümmel, gemahlen
• 1 Prise Salz
• 1 Prise schwarzer Pfeffer, gemahlen

Zubereitung:
1. Couscous mit heissem Wasser übergiessen und 5 Minuten ziehen lassen. Mit einer Gabel auflockern.
2. Unterdessen das Gemüse fein schneiden.
3. Olivenöl, Zitronensaft, Tomatenpüree, Honig und Gewürze mischen und alles zum lauwarmen Couscous geben.
4. Peterli hacken, Minze zerzupfen und kurz vor dem Servieren unter den Salat mischen.

Ein sommerlicher Nachmittag in einer Alterssiedlung in Wallisellen. Kurz vor 12 Uhr mittags rollt ein Lastenvelo heran – kein gewöhnliches. Auf der Ladefläche steht eine Holzkiste mit der Aufschrift «LUNAplus». Adrian Ruoss von der gleichnamigen Stiftung stellt das Velo ab und packt einen Grill samt Zange, Bratwürste, Cervelats und Bürli aus. Wenige Minuten später brutzeln die Würste bereits auf dem Feuer.

Text: Anina Torrado Lara
Fotos: Nicolas Zonvi

Die ersten Quartierbewohnenden haben den jungen Mann schon erspäht und winken ihm zu. «Oh, heute gibt’s Chlöpfer!», ruft Uschy Hug. Sie stellt ihren selbstgemachten Couscous-Salat (siehe Rezept) auf den Klapptisch und packt Teller, Besteck und Servietten aus. Sofort eilen zwei weitere Nachbarinnen heran und helfen ihr, den Tisch zu decken. Ein älterer Herr steuert einen Krustenzopf zur Tavolata bei, eine Frau bringt Wassermelonenschnitze mit. Was hier auf der Gemeinschaftswiese entsteht, ist eine unkomplizierte Tavolata.

Warum eine Wurst mehr ist als ein Imbiss

Adrian Ruoss hat mit dem Grill-Velo einen Nerv getroffen: In den Überbauungen in den Städten und Agglomerationen wohnen viele Menschen, die ein Bedürfnis nach Gemeinschaft und Austausch haben. Adrian Ruoss hatte die Idee mit dem Grill-Velo vor einigen Jahren. Er arbeitet bei der Stiftung LUNAplus in Wallisellen und ist für die soziokulturelle Animation von Menschen ab 65 Jahren hauptsächlich in den Alterssiedlungen zuständig.

Tavolata auf Achse

Drei Alterssiedlungen betreut er regelmässig. Er stellte eine einfache Frage: «Was fehlt euch am meisten?» Als Antwort kam zurück: «Das Grillieren», erzählt Ruoss, «denn eine Wurst auf dem Feuer ist für diese Generation einfach der Hammer.»

Doch Feuerstellen bauen? Bewilligungen einholen? All das schien zu kompliziert. Also dachte sich der Quereinsteiger – früher war er Bühnenbauer – eine pragmatische Lösung aus: ein Lastenvelo, ein Grill, fertig. «Ich finde es cool, dass das Grill-Velo so einfach ist. Ich kann bei gutem Wetter in eine Siedlung fahren, es braucht nichts, keine Küche, keine Bewilligung.» Niederschwelliger geht es kaum.

Einige bringen freiwillig eine Beilage mit

Und so funktioniert ein Anlass mit dem Grill-Velo: Ruoss legt mit den Anwohnenden ein Datum fest, zwei Wochen vorher hängt er Flyer ans Schwarze Brett. Er bringt Wurst und Brot mit, die er für einen Fünfliber verkauft. Alles andere ist freiwillig. «Wenn es für die Gäste reicht, nur Wurst und Brot zu essen, ist das völlig okay.» Oft organisieren die Seniorinnen und Senioren in der Siedlung aber Beilagen: Jemand bringt einen Salat, jemand ein Dessert oder Früchte mit. Manchmal ist sogar eine Kaffeemaschine oder eine Flasche Weisswein dabei. Gemeinsam decken sie den Tisch und räumen auch wieder gemeinsam ab.

Tavolata auf Achse

«Das Grill-Velo ist eine spannende Form einer Tavolata», sagt Daniela Specht, Geschäftsführerin des Vereins Tavolata. «Es gibt wenig Verpflichtung und doch entsteht ein Gemeinschaftsgefühl. Alle tragen etwas zum Gelingen des Anlasses bei und geniessen das Miteinander.» So wird aus dem Grill-Velo ein Mitwirkungsanlass. Adrian Ruoss erzählt: «Wenn ich allein bin, helfen die Leute automatisch mit.» Genau das will er: Bewegung, Beteiligung, Selbstwirksamkeit. «Wenn jemand einen Kuchen mitbringt und gelobt wird, ist das für die Person sehr schön. Es macht sie stolz.»

Wer will, bleibt zu einem Schwatz

Zwischen Frühling und Herbst kommt das Grill-Velo regelmässig zum Einsatz. Pro Anlass sind es 10 bis 25 Menschen, die zusammenkommen – auch Neuzugezogene und Menschen, die sonst nie zum Mittagstisch gehen würden. «Es gibt auch Eigenbrötler, die zum Grill-Velo laufen, sich eine Wurst für fünf Franken holen und sie zu Hause essen wollen. Doch dann bleiben sie vielleicht doch hängen.» Adrian Ruoss versucht, die Menschen zu einem Gespräch anzuregen und so auch diejenigen zu erreichen, die isoliert leben.

Die Beziehungen, die so im Quartier entstehen, wirken im Alltag weiter. Adrian Ruoss erzählt von Paaren, die sich beim Grill-Anlass kennengelernt haben und heute zusammen sind. Von Nachbarinnen und Nachbarn, die füreinander einkaufen gehen, gemeinsam Kaffee trinken oder Fussball schauen. «Es ist verrückt, dass durch so kleine Events so etwas entstehen kann.»

Einmal sei eine Frau gestürzt, der Nachbar habe es bemerkt und den Notfall gerufen. «Die Menschen schauen aufeinander. Das ist für mich der Hauptnutzen des Grill-Velos: Es ist ein Eisbrecher.»

Der Grill wirkt wie ein Lagerfeuer

In den Siedlungen leben Menschen zwischen 65 und 100 Jahren, auch einige mit IV-Rente. Die Durchmischung ist gross. «Es gibt Leute aus Syrien, Griechenland, von überall her.» Betreuung gibt es keine, nur Gemeinschaftsräume. Umso wichtiger sind Impulse von aussen – oder eben ein Velo, das eine St.Galler OLMA-Bratwurst bringt.

Am frühen Nachmittag ist der Grill leer, die Gruppe bleibt aber noch am Tisch sitzen und unterhält sich angeregt. Adrian packt den Grill ein, macht gerade noch den nächsten Termin inklusive Verschiebedatum ab und schwingt sich aufs Velo. Zurück bleibt etwas, das länger hält als der Duft von Bratwurst: neue Kontakte, Nähe, Verlass. Und die Gewissheit, dass manchmal ein kleines Feuer reicht, um Gemeinschaft zu entfachen.

SRF Musikwelle hat kürzlich einen Beitrag über Tavolata ausgestrahlt. Die Journalistin Fränzi Haller war bei der Tavolata von Heidi Moosmann in Gipf-Oberfrick zu Besuch. Hier können Sie den Radio-Beitrag hören:

Beitrag Teil 1
Beitrag Teil 2

Daniela Specht erzählt im 2. Teil des Beitrags von den vielen schönen Freundschaften, die in der 15-jährigen Geschichte von Tavolata entstanden sind. Darunter ist auch eine Tavolata, die sich kürzlich zum hundertsten Mal getroffen hat.

Wir freuen uns sehr, dass durch den Beitrag auf SRF Musikwelle noch mehr Menschen von unserem Netzwerk erfahren haben! Hier gibt es noch mehr Angebote, die gegen Einsamkeit wirken.

Der Verein Tavolata hat sich für den Förderpreis für ehrenamtliches Engagement der BLKB-Stiftung beworben. Das Projekt mit den meisten Publikumsstimmen konnte 10’000 Franken gewinnen. Am Mittwoch wurde in Basel verkündet, wer das Rennen gemacht hat. Tavolata hat den vierten Platz erreicht. Danke, dass ihr für uns gestimmt habt!

Am 22. April 2026 kürte die BLKB-Stiftung die Gewinnerprojekte des Wettbewerbs. Tavolata hat den guten vierten Rang belegt. Obwohl wir das Preisgeld nicht gewonnen haben, war es ein sehr schöner Anlass für uns. Wir hoffen, dass noch mehr Menschen im Raum Basel von Tavolata erfahren haben und nun erste Schritte unternehmen, um ihre eigene Tavolata zu gründen.

Wir danken allen, die für Tavolata gestimmt haben! Danke auch an unsere engagierte RegTav Heidi Moosmann und an die Tavolata Mit Kraut & Stil, dass ihr für und mit uns für Tavolata geworben habt!

An der Tavolata-Tagung vom Montag, 1. Juni 2026, 10.00 bis 16.30 Uhr, im Farelhaus in Biel treffen sich Tavolata-Gruppen aus der ganzen Schweiz. Unser Thema lautet «Röstigraben». Freuen Sie sich auf ein abwechslungsreiches Programm und das Wiedersehen!

Hier finden Sie das Programm und das Anmeldeformular.

Bitte melden Sie sich bis am 20. Mai 2026 an. Wir freuen uns, Sie zu sehen!

Die dritte Mitgliederversammlung des Vereins Tavolata fand am Mittwoch, 15. April 2026, 16.00 bis 18.00 Uhr, im Berner Generationenhaus statt.

An der Mitgliederversammlung wurde über das Vereinsjahr 2025 berichtet. Anschliessend folgte die Wahl des Vorstands. Dies sind die Neuerungen:

  • Anders Stokholm, bisher Mitglied des Vorstands, wurde zum neuen Präsidenten des Vereins Tavolata gewählt.
  • Robert Sempach tritt nach vielen Jahren als Gründervater, Projektleiter und Vereinspräsident in den Ruhestand – bleibt Tavolata aber weiterhin als Ehrenpräsident erhalten.
  • Heidi Moosmann zieht sich nach langer und grossartiger Arbeit aus dem Vorstand zurück. Zur Nachfolgerin wurde an der Mitgliederversammlung Emma Nick-Lämmlin gewählt. Heidi Moosmann bleibt Ehrenmitglied von Tavolata.
  • Urs Koch aus dem Tessin wurde ebenfalls in den Vorstand gewählt. Er ist bereits seit Anfang Jahr operativ für den Verein Tavolata tätig.

Auch in der Geschäftsstelle gibt es Veränderungen:

  • Elodie Follonier, unsere bisherige Koordinatorin in der Suisse romande, wird eine neue Stelle antreten. Ihre Nachfolgerin ist Petra Forny Pannatier. Sie übernimmt per 1. Mai 2026 die Koordination in der Westschweiz. Ihr erreicht Petra auf romandie@tavolata.ch.
  • Valentina Pallucca Forte hat den Verein Tavolata bereits im Februar 2026 verlassen. Ihr Nachfolger ist Samuel Notari. Ihr erreicht ihn und weiterhin Marcello Martinoni auf svizzera.italiana@tavolata.ch.

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung besuchten die Teilnehmenden eine Führung durch die Ausstellung «Hilfe, ich erbe!» und stiessen beim Apéro an.

Daniela Specht kocht leidenschaftlich gern. Ausserdem kennt sie sich als Ernährungsberaterin mit der gesunden und ausgewogenen Ernährung aus. In der Serie «Kochen mit Daniela» zeigt sie einfache, gesunde Alltagsrezepte und viele Tipps für die gute Ernährung.

Folge 3: Gesundes Wurzelgemüse wird zur schmackhaften Suppe für alle Sinne

 

Folge 2: 4 Portionen Eiweiss am Tag

Kochen mit Daniela: 4 Portionen Eiweiss pro Tag

 

Folge 1: Gesunder Linsensalat

Kochen mit Daniela: Gesunder Linsensalat

Die BLKB-Stiftung für Kultur und Bildung wird eine von fünf Initiativen im Raum Basel fördern. Auch der Verein Tavolata ist im Rennen! Bis am 29. März 2026 stimmt das Publikum darüber ab, welche der Initiativen gewinnt.

Bitte geben Sie Tavolata Ihre Stimme! Sie können bis am 29. März 2026 mitmachen:

  1. Link auf https://voting.blkbstiftung.ch öffnen.
  2. Stimme abgeben für «Tavolata: Füreinander kochen, miteinander essen».
  3. Vorname, Name und Handynummer eintragen, AGB akzeptieren und abschicken.
  4. Den Code, den Sie per SMS aufs Handy geschickt bekommen, eintragen.

Ihre Daten sind sicher und Sie müssen sich keine Sorgen machen, dass Ihre Telefonnummer weitergegeben wird.

Wir brauchen jede Stimme! Danke vielmals für die Unterstützung.