Tavolata-Rat

Der Tavolata-Rat (ehemals Fokustreffen) wurde am 8. November 2019 in Zürich ins Leben gerufen. Dem Tavolata-Rat gehören alle Kontaktpersonen von lokalen Tavolata sowie alle regionalen Tavolata-Vertreter/innen an. Ziel dieses Gremiums ist es, die Tavolata-Basis kontinuierlich in die Steuerung des Netzwerks einzubeziehen.

Rückblick auf die 2. Tavolata-Ratsversammlung vom 22. Oktober 2020

An der zweiten Tavolata-Ratsversammlung, die online stattfand, war vor allem eine Frage aktuell: Wie verhalten sich die Tischgemeinschaften in Zeiten von Corona? Die teilnehmenden Kontaktpersonen schilderten ihre aktuellen Herausforderungen: Einige Tavolata treffen sich nach wie vor und sind in guter Verbindung, einzelne Tavolata treffen sich aber nicht mehr. Die Menschen ziehen sich zurück und der Kontakt geht schnell verloren.

Die Frage, ob digitale Formate den Kontakt in der Gruppe erweitern können, wurde ebenfalls intensiv diskutiert. Marlen Rutz, Projektleiterin Tavolata, informierte, dass die digitalen Angebote wie «Amuse bouche» weiter ausgebaut werden sollen, um auch trotz der aktuellen Einschränkungen ein Zusammentreffen über die lokale Gruppe hinaus zu ermöglichen. Die neu gestaltete Webseite und die neue Tavolata-Zeitung «Bon Appétit!» sollen ausserdem einen frischen, informativen Blick auf das Netzwerk und seine Aktivitäten ermöglichen.

Auch in der Westschweiz tut sich einiges: Marine Jordan von Radix hat bereits einiges bewirken können. Sie berichtete, dass es derzeit vor allem im Kanton Fribourg und im Arc Jurassien (Neuenburg-Jura) aktive Tavolata gebe. In der Suisse romande und im Tessin wurden die Bemühungen, neue Tavolata zu gründen, leider durch das Coronavirus beeinträchtigt. Im Frühling 2021 werden Marine Jordan (Suisse romande) und Marcello Martinoni (Tessin) ihre Anstrengungen intensivieren.

Daraus nimmt das zentrale Projektteam für das Jahr 2021 mit:

  • Kontakte, Kontakte, Kontakte: zu anderen Tavolata – regionalen Tavolata-Vertreter/innen – zu Gemeinden, bisherigen und weiteren Partnerorganisationen, regionalen Partner/innen, Kantonalen Aktionsprogrammen –> Öffentlichkeitsarbeit, sichtbar sein – und sich im Frühsommer wenn immer möglich auch regional oder national wieder physisch treffen!
  • Teilen: Anteil nehmen an Freuden und Sorgen, Geben und Nehmen ausgleichen, gute Gespräche führen, evtl. gemeinsame Aktivitäten über das Essen hinaus planen –> neue Formen ausprobieren (z.B. Teilete) und Erfahrungen miteinander teilen!
  • Menschen finden: Initiant/innen, Mitglieder, vielleicht auch unterschiedlichen Alters. «Generationenwechsel» im Auge behalten. –> neue Formen ausprobieren (z.B. Begegnungskaffee, Gäste einladen) und Erfahrungen miteinander teilen!
  • Tavolata digital: Mut zur digitalen Begegnung!
  • Zwischenmenschliches: Umgang mit Konflikten, Rückzug, möglicher Vereinsamung durch Isolation –> Wir bleiben im (digitalen) Austausch darüber!

 

Rückblick auf die 1. Tavolata-Ratsversammlung vom 8. November 2019

Unter der Leitung von Thomas Braun wurde herausgearbeitet, was aktuell gut läuft und wo Handlungsbedarf besteht. Die Anwesenden brachten sich engagiert und kreativ ein. Das Ergebnis beeindruckt und motiviert, miteinander die nächsten Hürden anzugehen:

  • Vieles fliegt und gelingt: In den lokalen Tavolata lebt der Gemeinschaftssinn, eine gute Gesprächskultur wird gepflegt. Die Anwesenden sind zufrieden mit der Regelmässigkeit der Treffen und der Möglichkeit, eigene Potenziale einzubringen. Sie schätzen die Selbstorganisation und die Qualität des Essens und Trinkens. Sie erleben, dass die Vielfalt der Tavolata im Netzwerk geschätzt wird.
  • Einige Aspekte brauchen (weiterhin) Beachtung: Der Gründungsprozess und die Mitgliedersuche können harzig sein. Es gelingt nicht immer, lokale Organisationen zu finden, die Tavolata unterstützen. Die Unterlagen, um diese Organisationen zu gewinnen, müssen verbessert werden. Die Mitglieder einer Tavolata beteiligen sich nicht immer gleich engagiert in der Gruppe. Aktivitäten über die lokale Gruppe hinaus sind oft gewünscht, kommen aber nicht immer zustande.
  • Die grösste Herausforderung als Netzwerk liegt darin, Tavolata lokal sichtbar und bekannt zu machen – nicht als Konkurrenz, sondern als wertvolle und inspirierende Erweiterung zu bestehenden Angeboten.

Die Rückmeldungen fliessen in die Tätigkeiten des Netzwerks im Jahr 2020 ein. Die folgenden «Sokrates-Karten» zeigen die Ergebnisse im Detail: