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Liebe Netzwerkmitglieder und Tavolata-Interessierte

Im Wechsel kochen, zusammen essen und abwaschen und sich dabei über «Gott und die Welt» unterhalten: Das macht Tavolata aus. Es bietet die Gelegenheit, Menschen immer wieder neu oder besser kennenzulernen, die man vielleicht schon lange zu kennen glaubte oder mit denen man bisher kaum Kontakt hatte. Auch in meiner Wohnsiedlung wird das seit vielen Jahren gepflegt: eine «Tavolata», die aber nicht diesen Namen trägt. Es kommt nicht auf den Namen an, sondern auf das Erlebnis. Und jede/r trägt nach den eigenen Fähigkeiten dazu bei – ich selber mehr mit Abwaschen als mit Kochen…
 
Auch Ihnen wünsche ich spannende Begegnungen!
 
Hans Rudolf Schelling, Zentrum für Gerontologie der Universität Zürich
Beirat Tavolata
 
 

Lernen macht glücklich

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"Wer aufhört zu lernen, ist alt, mag er zwanzig oder achtzig Jahre zählen" bemerkte Henry Ford schon Ende des 19. Jahrunderts. Auch im Tavolata-Netzwerk spüren wir die Freude und das Bedürfnis, durch Lernen und Austausch neue Erfahrungen zu machen. Darum erweitern wir unser Veranstaltungsangebot und bieten Kurse für diejenigen, die eine Tavolata gründen wollen oder nach neuen Impulsen für ihre Tischgemeinschaft suchen. 

Dabei tauschen wir uns über folgende Themen aus: 

  • Wie bildet sich eine Gruppe? 

  • Wie entsteht eine Bindung zwischen den Teilnehmenden? 

  • Welche Konflikte können entstehen und wie reagiere ich darauf? 

  • Einsamkeit und Alleinsein: was bedeutet das? Wie können wir betroffene Menschen ansprechen und zur Teilnahme bei Tavolata bewegen?


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Werkstattgespräch

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Wie kann eine Gesellschaft mit der Beschleunigung der Welt umgehen? Der Soziologe Hartmut Rosa beschreibt eine Alternative zur Steigerungslogik und Weltbeherrschung und verwendet dafür den Begriff «Resonanz». Er schlägt vor, dass man das Hören und Antworten wieder mehr ins Zentrum rückt, um einen echten zwischenmenschlichen Dialog zu ermöglichen. Am Werkstattgespräch vom Donnerstag, 28. März 2019 spricht Hartmut Rosa über seine Resonanztheorie. 

Ausserdem stellen wir die Idee der Erzählcafés auf den Prüfstand: Wie kann eine solche Runde zum Erzählen und Zuhören anregen? Wann berührt uns eine Geschichte? Und wie können wir die beschriebene Resonanz erfahren?



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Ich höre schlecht: Kann ich trotzdem an einer Tavolata mitmachen?

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Frau G., eine belesene und weit gereiste Pensionärin, hört sehr schlecht. Ihr Mann hatte ihr jeweils, wenn er merkte, dass sie im Gespräch mit Freunden den Faden verlor, ein Stichwort gesagt. Missverständnisse, die es immer wieder gab, klärten sie jeweils in einer ruhigen Minute. Aber der Mann lebt nicht mehr. Und da Frau G. in ihrem Beruf oft erlebt hatte, dass Personen mit Behinderungen für andere zur Belastung werden können, hält sie sich zurück. Sie fragt kaum je ein zweites Mal nach, wenn sie beim ersten Nachfragen etwas nicht verstanden hat. Oft sagt sie einfach «Ja». Frau G. war vor einiger Zeit Mitglied einer Tavolata-Runde. Sie fühlte sich aber unwohl, denn sie wollte den anderen nicht zur Last fallen. 



In einer Tischgemeinschaft ist es wichtig, auf die individuellen Bedürfnisse einer Person mit einer Hörbeeinträchtigung einzugehen. Wir geben Tipps und beantworten gerne auch persönlich Fragen.

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...und wie sieht es bei einer Sehbeeinträchtigung aus?

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Frau U. und ihre Runde in Zürich Nord sind überzeugt: Ja, bei uns ist es gut möglich, dass eine schlecht sehende Person mitmacht. Vom Abholen über das richtige Licht bis zur Hilfe beim Essen: Die Gruppe ist bereit, sich auf eine sehbeeinträchtigte Person einzustellen. Doch niemand in der Tischgemeinschaft kennt eine solche Person. Wo sind diese Leute? Es gibt sie, Statistiken belegen das. Doch viele Personen mit einer Sehbehinderung meiden gesellige Anlässe. Sie fühlen sich unsicher, etwa, weil sie fürchten, nicht «schön» essen zu können oder die Gesichter der anderen nicht sicher zu erkennen.



Sprechen Sie Menschen, die nicht (mehr) gut sehen, an und ermutigen Sie sie, nach ihrer Möglichkeit beizutragen – zum Beispiel mit einem Kuchen oder einem Sträusschen vom Markt. Wir geben Tipps, wie man Hürden überwindet.  

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